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Spanien Herbst / Winter 2025-2026

Reise vom 24.11.2025 bis zum 03.01.2026

An- und Rückreise nach Andalusien über Frankreich – Autoroute du Soleil und an der Ostküste Spaniens entlang nach Andalusien – Cabo de Gata – im Südwesten.

Auf einer Rundreise durch Andalusien, bereisen wir in den kommenden 5 Wochen auch solche Orte, die in den Reiseführern nicht ganz oben stehen.

Reiseroute in Andalusien

Der Naturpark Cabo de Gata erstreckt sich im Südwesten Spaniens von Almeria bis nördlich von Carboneras. In dem Naturpark schlagen wir bei der Anreise und vor der Rückreise unser Lager auf dem Camping Los Escullos und einmal in Aqua Amarga auf. Eine versteinerte und erodierte Sanddüne – Duna Fosil de Los Escullos – bietet mit ihren bizarren Formen reichlich Fotomotive.

Mal sehen wie lange der Überhang noch hält ….

Auf Wanderungen und ausgedehnten Radtouren erkunden wir nahezu den ganzen, weitgehend unbebauten Küstenstreifen, der durch vulkanische Aktivitäten entstanden ist. Strände und hochgelegene Miradore reihen sich abwechselnd aneinander. Zwischen Retamar und Ruescas gibt es ein Besucherzentrum mit reichlich Informationen zum Naturpark. Nicht weit davon kann man sich in der Cafeteria-Pasteleria Torre Marcelo stärken. In den Salinen am Cabo de Gata sind lediglich vereinzelte Flamingos auf Futtersuche oder sie schlafen.  Außerhalb des Parks sind viele Gewächshäuser mit Plastikhüllen aufgebaut. Darin werden vorwiegend Tomaten angebaut. Drumherum sind dunkelhäutige Menschen auf Elektrorollern oder abgehalfterten Fahrrädern unterwegs.

Naturpark Cabo de Gata

In Almeria besuchen wir die wuchtige Alcazaba, deren Außenmauern gut restauriert sind. Der Garten lädt zum Flanieren ein, ansonsten wurden die Gebäude bisher kaum rekonstruiert. Von der ehemaligen Maurenburg aus beobachten wir über der Sierra Nevada eine sogenannte Lenticularis-Wolke. In der Stadt gibt es den Mercado Central auf zwei Etagen und die unübersehbare ehemalige Eisenerz Verladestation am Hafen – Cardagero de Cable Ingles – seit 2023 ein Mirador. In der Stadt ist in der Vorweihnachtszeit ein Weihnachtsmarkt aufgebaut und auf einer Eisbahn kann man auf Kufen einen doppelten Rittberger vorführen. Um bei der spanischen Loteria Navidad die Chance auf El Gordo zu wahren kaufen wir zwei Lose – Decimos zu je € 20.-. Auf einem großen Parkplatz übernachten wir für Umsonst neben einer Vielzahl anderer Wohnmobile. Auf der Fahrt in Richtung Tabernas kommen wir an einer Rossmann Drogerie Filiale vorbei. Hier gibt es zum Glück die speziellen Müslizutaten, die wir vermeintlich Zuhause vergessen haben. 

Almeria

Desierto de Tabernas wird die Gegend westlich von Tabernas  genannt. Die staubtrockene Gegend liegt im Windschatten der bis auf 3462m aufragenden Berge der Sierra Nevada und wird daher von Niederschlägen verschont. Die Wüstenregion um Tabernas wurde in der Vergangenheit für diverse Western Filmszenen von Sergio Leone herangezogen und auch für den Film Lawrence von Arabien.

Oase in der Tabernas Wüste

Sabine suchte auf Komoot eine Rundwanderung aus, beginnend bei Minihollywood Oasys. Ein Stück weit können wir der vorgeschlagenen Route in den trockenen Flußbetten folgen, im ansteigenden Gelände sind nur noch ein paar Fußspuren zu lesen, dann keine mehr. In dem nunmehr steilen Gelände ist ein Vorankommen anstrengend, es passieren Ausrutscher. Als es langsam spät wird, und das weitere Vorankommen ungewiss ist, kehren wir wieder um. Bei Einbruch der Dunkelheit sind wir auf gleichem Weg am Ausgangspunkt zurück.  Alles gut.

Tabernas

Auf der Fahrt nach Guadix fallen in der Landschaft die riesigen Solar- und Windparks auf. Sonne gibt es genug in Spanien. In dem Nachbarort von Guadix namens Purullena besuchen wir das private Museum Cueva Museo La Inmaculada. Manche Behausungen in der Region wurden einfach in die relativ weiche Erde gegraben. Teils über mehrere Etagen. Obendrauf ein Ofenrohr und fertig ist die Laube. Wenn sich in der Familie Nachwuchs ankündigt, dann gräbt man eben ein weiters Zimmer dazu. Maulwürfe machen das nicht anders.  Das Museum wirkt mit den zahlreich ausgestellten Gegenständen überfrachtet. Von dem Mirador del Fin de Mundo hat man einen weitreichenden Blick in die erodierte Landschaft.

Purullena – Guadix

Aufgrund der ungünstigen Wetterprognose reisen wir zunächst zum Caminito del Rey weiter und lassen Granada Links liegen. Der spektakuläre Wanderweg liegt zwischen Antequera und Ronda. Bei der Anfahrt können wir eine große Kolonie Gänsegeier beobachten. Zum Übernachten finden wir einen Parkplatz am Rande des Stausees Embalse del Conde de Guadalhorce. Am nächsten Morgen wollen wir gegen 8 Uhr am Centro de Reception de Visitantes Caminito sein. Dort startet ein Zubringerbus in Richtung Acceso Norte des Caminito del Rey. Den spektakulären Wanderweg kann man nur von Nord nach Süd begehen. Am Ende wartet wieder ein Bus, der die Wanderer zum Ausgangspunkt am Besucherzentrum zurückbringt.

Hängebrücke auf dem Caminito del Rey

Der Schluchtenwanderweg führt teils auf neu errichteten Stegen, teils auf festem Boden am Fluß Guadalhorce entlang. Unterhalb des neuen Stegs kann der mittlerweile lückenhafte, alte Weg erkannt werden. Über dem Wanderweg kreisen unzählige Gänsegeier die nur darauf warten, dass ein Wandersmann oder eine Wandersfrau abgeht. Am Ende des Weges laden die steilen Felswände Kletterer zum kraxeln ein. Warum auch immer führt auch noch eine Bahntrasse durch das Tal. Crazy.

Das Ensemble der 3 umliegenden Stauseen stellt ein Speicherkraftwerk dar. Stromüberschuß –> Wasser rauf pumpen, Strommangel –> Wasser ablassen. Auf der Rückfahrt nach Granada können wir nochmal Gänsegeierkolonien beobachten und dann taucht auch noch ein seltener Adler am Himmel auf – vermutlich ein spanischer Kaiseradler. 

Caminito del Rey

Die Alhambra in Granada stellt einen Besuchermagneten par excellence dar. Zurecht. Ohne Voranmeldung kommt man nicht in die Nasridenpaläste. Der Rest der Alhambra ist frei zugänglich. Wieviel originale Bausubstanz von dem ehemaligen Palast der Mauren tatsächlich noch zu sehen ist? Immerhin wurde im 16. Jahrhundert mitten in die Anlage, neben den maurischen Palästen, ein Palast für Karl V. gebaut. Bewohnt hat er den angeblich aber nie. In den Nasridenpalästen ziehen die stuckdekorierten Decken und Bögen genauso die Aufmerksamkeit auf sich, wie die Keramikmuster an den Wänden oder die filigranen Holzdecken. In die Wände sind in arabischer Schrift Texte integriert – z.B. „Es gibt keinen Sieger außer Gott“. Figürliche Darstellungen sucht man vergebens. In den Patios befinden sich teils spiegelglatte Wasserflächen aus denen der Palasttiger ein paar Schluck mit seiner Zunge trinkt.

Löwenhof

Mitten im Patio de los Leones steht ein Brunnen, der von Löwenfiguren umringt ist. In dem Hof tragen unzählige filigrane Säulen den Rundgang und zwei Pavillons, die wiederum stuckverzierte Gewölbe tragen. Für Mauren das Paradies. Kurz gesagt, die Mauren konnten damals schon ganz schön mauren.

In der Winterzeit ist der Generalife im Winterschlaf. Bis auf die Orangenbäume. Die tragen reife Früchte und der eine oder andere Tourist reißt doch tatsächlich Früchte ab. Kaum zu glauben aber wahr. Rüge von der Aufseherin garantiert. Don’t touch!!

In Granada ist unweit der Alhambra das Altstadtviertel Albaicin gelegen. Nachdem man die Straße mit den aneinandergereihten Souvenirshops durchschritten hat, kann man von dem umtriebigen Mirador de San Nicolas den Blick über die Alhambra hinweg zur schneebedeckten Sierra Nevada schweifen lassen. 

Mirador de San Nicolas

Granada / Alhambra / Albaicin

Das Zentrum der Stadt Cordoba lassen wir diesmal aus und machen Station in der Nähe der ehemaligen Palaststadt Madinat al-Zahra. Der Ausgrabungsort liegt ca. 8 Kilometer außerhalb von Cordoba und war für ca. 100 Jahre sozusagen der Regierungssitz der Kalifen von Cordoba. Ein kleiner Teil der Medina wurde bisher ausgegraben und teilweise restauriert, auf dem Rest des Geländes weiden heute Kühe.

Unweit von der Ausgrabungsstätte gibt es ein Besucherzentrum – Conjunto Arquelogico Madinat Al Zahra. Darin wird den Besuchern ein 20-minütiger Film präsentiert, in dem, basierend auf den Ruinen, die Stadt zum Leben erweckt wird. Zu sehen sind dann die kompletten Gebäude in denen Figuren umhergehen und Szenen des damaligen (vermuteten) Alltags nachgestellt werden. Interessant.

Madinat Al-Zahra

Wenn man den Nationalpark Coto de Donana von Norden her besucht, dann kommt man an dem Ort El Rocio nicht vorbei. El Rocio ist ein Wallfahrtsort mit ca. 2000 Einwohnern in den zu Pfingsten um die 1 Million Besucher strömen. Bruderschaften aus ganz Spanien pilgern in den Ort, um die Heilige Jungfrau von El Rocio zu verehren – auch als Paloma Blanca bezeichnet. Die Bruderschaften unterhalten in dem Ort Häuser mit ihrem entsprechendem Namen. Die Straßenbeläge in der Stadt sind nicht befestigt, sondern aus Sand. Nach einem Regenguss gleichen die Wege Schlammpisten – für Vierbeiner ganz OK, für PKWs eine Herausforderung. 

El Rocio 

In El Rocio buchen wir eine Fahrt mit einem Allradbus in den Nationalpark Coto de Donana. Unser Guide erklärt zunächst noch ein paar Details zu El Rocio und später u.a. zur Wasserknappheit im Park. Aufgrund von wasserintensivem Erdbeeranbau außerhalb des Parks sinkt der Grundwasserspiegel im Park, sodass Bäume aufgrund des Wassermangels absterben. Zur Zeit unseres Besuchs treffen wir im Park auf Wildpferde, Rinder und große Herden von Rotwild. Auf einem Baum rasten zwei Gänsegeier und halten Ausschau nach Futter. Sie fliegen davon, als wir mit dem Bus näherkommen. Zwei Rothühner sind in einiger Entfernung zu sehen. Später sehen wir größere Gruppen von Graukranichen. Im Herbst 2025 erlagen viele der Tiere in Deutschland an der Vogelgrippe. Zum Glück haben es  die hier lebenden Vögel ins Winterquartier geschafft. In einer Art Gehege tummeln sich ein paar Hasen. Grau- und Silberreiher stehen in der Landschaft. Unser grüner 4×4 Bus fährt bis zu einer Raststätte im Park und dann wieder zurück nach El Rocio. Die Lichtverhältnisse sind zum Fotografieren schwierig, da eher tiefstehendes Gegenlicht vorherrscht. 

Am nächsten Tag fahren wir noch zum Besucherzentrum El Acebuche, welches wie ausgestorben wirkt. Die Laguna del Acebuche ist ausgetrocknet, von Flamingos fehlt deshalb jede Spur. 

Nationalpark Coto de Donana

In Conil de la Frontera besuchen wir für ein paar Tage den etwas außerhalb gelegenen Campingplatz La Rosaleda. Der Ort am Atlantik ist deutlich größer als von den beiden bisherigen (Hotel-)Besuchen bekannt und bietet vielerlei Einkaufsmöglichkeiten. Von hier aus unternehmen wir mit den Fahrrädern Ausflüge in die umliegenden weißen Dörfer wie Medina-Sidonia oder Vejer de la Frontera. Vom Cabo Trafalgar aus scheint Afrika zum Greifen nahe.

Cabo Trafalger – in der Ferne ist Marokko in Afrika zu sehen

Ab Chiclana de la Frontera bringt uns eine Straßenbahn mit den Fahrrädern ins Zentrum von Cadiz. Die Altstadt bietet in den teils kerzengeraden, engen Sträßchen überraschende kleine Geschäfte, die erst beim Vorbeigehen entdeckt werden. Leckere Tapas gibt es obendrein. Gerne wieder. Bei der Rückfahrt mit den Fahrädern zum Campingplatz geraten wir in ein Regengebiet mit horizontalem Gegen- und Seitenwind. Meine Begleitung auf dem Pedelec sucht meinen Windschatten. Naß bis auf d’Onderhos erreichen wir den Campingplatz.

Conil de la Frontera

Die Route nach Malaga führt uns an einem verregneten Tag über Tarifa und an Gibraltar vorbei. Afrika muß irgendwo hinter dem grauen Vorhang sein.

Weihnachtsurlauber fluten Malaga – wir treffen auf viele Besucher in der Stadt. In der Markthalle – Mercado Central de Atarazanas – mit ihrem umfangreichen Angebot drängen sich die Kunden und noch mehr Touristen. In den Buden wird feiner Schinken von Hand aus den Keulen geschnitten.

Von Hand wird die Keule in feine Scheiben geschnitten

Die Einkaufstraßen sind weihnachtlich geschmückt und erstrahlen am Abend im Lichterglanz. Gegen 18:30 versammeln sich Menschen in der Haupteinkaufstrasse und singen zusammen Lieder. Hinter dem römischen Theater wurde vor über 1000 Jahren die maurische Alcazaba errichtet. Diese gleicht einer abgespeckten Alhambra, aber nur ein wenig. Am Hafen kann man unter dem Palmeral de las Sorpresas flanieren oder den daneben angelegten Park – Parque de Malaga – besuchen. Darin sind exotische Bäume aus unterschiedlichen Winkeln der Erde angepflanzt. In der gut besuchten Antigua Casa die Guardia stapeln sich Weinfässer mit leckerem Inhalt. In dem T-Shirt Geschäft „Pampling & Co Malaga Echegaray“, unweit vom Picasso Museum, sind witzige Motive im Angebot.

Malaga

Während unseres zweiten Aufenthalts auf dem Camping Los Escullos erkunden wir den westlichen Küstenabschnitt zwischen San Jose und dem Cabo de Gata. Dort befinden sich der weitläufige Strand Playa de los Genoveses und der Playa de Monsul, wo mit etwas Phantasie ein verwunschener Prinz am Strand sitzt und darauf wartet wachgeküsst zu werden. Dazwischen erhebt sich die Duna fosil de Monsul. Auf einer kleinen Wanderung um die Düne herum sehen wir reichlich viele Agaven und kommen an den Playa de Barronal. Auf dem Rückweg nehmen wir den Küstenwanderweg auf dem es ein wenig Klettergeschick braucht, um auf den steilen Wegen zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

Bis zum Playa de Monsul kann man von San Jose auch mit einem PKW fahren, danach ist der Weg bis zum hochgelegenen Torre de la Vela eine ansteigende Schotterpiste. Mit dem Rennrad sehr unangenehm zu fahren. Manchmal ist schieben daher sicherer. Zum Cabo de Gata geht es auf einer löchrigen Piste wieder hinunter und schließlich über Ruescas – durch ein Café hindurch – und auf asphaltierten Straßen zurück zum Campingplatz.

Playa de Monsul

 

Die Rückreise aus Andalusien beginnen wir am 28.12. und fahren zu dem kleinen WoMo Stellplatz Asociation de Caravanas y Autocaravanas in der Nähe von Elche. Alejandro ist ein hilfsbereiter Betreuer des Platzes. In der Region besuchen wir den Naturpark El Fondo und die Salinen von Santa Pola. Auch hier stehen nur vereinzelt Flamingos im flachen Wasser. Zwei der rosafarbenen Vögel scheinen sich zu unterhalten, jedoch nicht unbedingt der gleichen Meinung zu sein. Mal reckt der eine den Kopf über den anderen Vogel, mal andersrum.

„Ich hab ja so einen schönen, langen Hals ….“

Es fallen die schwarzweiß gefiederten Flamingos auf. Nach Auskunft eines Betreuers im Naturpark El Fondo handelt es sich um Jungtiere. Auffällig sind in der Gegend auch die vielen Baumschulen. Ausgedehnte Palmenwälder und auch diverse Kakteenkulturen werden angepflanzt.

Naturpark El Fondo – Salinen von Santa Pola

Der Ort Anna liegt zwischen Alicante und Valencia ein paar Kilometer von der Autobahn weg. Bei einer Wanderung auf der – Ruta de las 3 cascades – besuchen wir die 3 Wasserfälle in der Nähe des Ortes. Rund um Valencia sind viele Orangenfelder zu sehen – unter der Marke Valensina kommen sie in den Handel. Neben dem Parkplatz in Anna steht ein Orangenhain mit reifen Früchten. Während wir dort parken fährt eine Arbeiterkolonne zum Orangenernten vor. Junge Männer mit schwarzer Hautfarbe rennen im Laufschritt in die Plantage hinein und zurück und füllen in kurzer Zeit die bereitgestellten Transportkörbe. Ich gehe auf den Vorarbeiter zu und versuche ins Gespräch zu kommen. Auf meine Frage, ob die Orangen gut sind drückt er mir zögernd eine der runden Kugeln in die Hand. Dann noch eine zweite Frucht dazu. Die Kostprobe der Orangen zeigt, dass die Früchte reif sind und lecker schmecken. Auf den Verpackungen der Orangen in unseren Supermärkten sind junge, entspannte Damen beim Pflücken abgedruckt. Klarer Fall von fake – ich denke an die fleißigen Arbeiter, wie sie im Laufschritt die Pflückarbeit leisten. Hoffentlich wird die Arbeit der Pflücker fair entlohnt.

Ruta de las 3 cascades

Nächster Übernacht Zwischenstopp ist in Peniscola, ein beliebtes Touristenziel. Die Altstadt liegt auf einem 64m hohen Felsen an der Küste und hat als Kern eine Zitadelle aus dem 14. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert hatten zwei Gegenpäpste hier ihre Residenz. An Silvester wird die Stadt mit diversen Buden auf den anstehenden Jahreswechsel vorbereitet. Nach einem Spaziergang durch die engen Gassen kaufen wir im Supermarkt Mercados noch diverse spanische Souvenirs für die Daheimgebliebenen ein. 

Peniscola

Der weitere Heimweg führt uns über das Ebro Delta. Dort gibt es neben ausgedehnten Reisfeldern und flachen Lagunen die letzte Hoffnung auf Flamingos in großen Mengen. Bei dem Observatorium La Tancada, kurz vor der Küste, treffen wir endlich auf eine riesige Ansammlung Flamingos beidseits der Straße. Wir können das Verhalten der Vögel aus kurzer Distanz gut beobachten und fotografieren. Es ist ein Kommen und Gehen, Flügel werden kurz aufgespannt, die langen Beine gedehnt und manche Vögel kopulieren gar. Sie stehen hier eigentlich, ohne sich um die Nahrungsaufnahme zu kümmern. Etwa nur ein Single Treffpunkt oder gar Schlafplatz? Manchmal entfernt sich eine Gruppe von der großen Menge weg und plötzlich fangen diese Tiere an gegen den Wind zu rennen um schließlich in die Lüfte abzuheben. Ein paar Meter geht es gegen den Wind, dann in Richtung Süden mit dem Wind. Wohin wohl? Dann tauchen plötzlich wieder große Flamingo Schwärme auf und landen inmitten der im Wasser stehenden Artgenossen.

Flamingos im Ebro-Delta über den Wolken …

Während unserer Beobachtungszeit schaut auch mal ein Fischadler vorbei. Ein blauschimmernder Eisvogel fliegt mit flinkem Flügelschlag und kaum erkennbar am Ufer entlang. Schwarzgefiederte Kormorane gesellen sich zu den Rosaflamingos. Graureiher stehen wie angewurzelt ebenfalls vereinzelt an den Rändern der ehemaligen Salinen.

Ebro Delta – Observatorium La Tancada

Um einen Eindruck von den in Spanien eingerichteten Vias Verdes zu bekommen, das sind stillgelegte und für z.B. den Radverkehr aufbereitete Bahnstrecken, fahren wir noch nach Tortosa. Von Tortosa aus fahre ich ca. 40km am Fluß Ebro entlang über oder unter Brücken und durch teils beleuchtete Tunnels. Die Strecke steigt nur leicht an. In ehemaligen Bahnhöfen wurden kleine Cafés oder Kneipen eingerichtet und ein Radreiseveranstalter bietet Ausfahrten auf der Via Verde Val de Zafan an. Entlang der Strecke sind immer wieder Parkmöglichkeiten eingerichtet. Im Dezember hängen die Orangenbäume neben der Strecke voller reifer Früchte.

Vias Verdes sind in ganz Spanien zu finden. Auf Internetseiten lassen sich die Routen und deren Beschreibungen finden.

Greenways – Fundación de los Ferrocarriles Españoles

folletovvbroschure2015.pdf

Bahntrassenradwege

Via Verde Val de Zafan

In Frankreich, am Pont du Gard, statten wir dem monumentalen, historischen Aquädukt einen Besuch ab. Schon toll was die alten Römer vor 2000 Jahren so bauen konnten.

Interessant wäre zu wissen, wie sie solche Bauwerke erstellt haben und wie lange die Bauzeit war. Damals gab es ja noch keine Kraftpaketkräne von Liebherr oder so.

Pont du Gard

Während unserer Reisezeit lagen die Temperaturen nachmittags um die 15° C. Bei Sonnenschein gerne auch mal mehr. An den Küsten war es jedenfalls wärmer als im Inland z.B. in Granada, welches auf ca. 750m Höhe liegt. Die angenehmen Wintertemperaturen gepaart mit niedrigen Lebenshaltungskosten ziehen Ruheständler aus anderen Ländern an. Auf den durchgängig geöffneten Campingplätzen bleiben manche Gäste ein paar Monate im Süden. Berichte über heftige Winterstürme mit Überschwemmungen auf der Iberischen Halbinsel nehmen zu. Von daher beobachten wir die Wetterdaten. Möglicherweise ist ein Klimawandel die Ursache dieser ungünstigen Entwicklung

Sowohl am Cabo de Gata als auch in der Gegend um Conil de la Frontera gibt es gute Möglichkeiten zum Radfahren. Die Straßen sind ordentlich asphaltiert. Der Eurovelo Radweg 8 beginnt in Cadiz und führt überwiegend an der Mittelmeerküste entlang. Die oft hochgelegenen weißen Dörfer laden zu Besuchen ein. Die Vias Verdes wollen erforscht werden.

Die Präsenz der Mauren hat auf der Iberischen Halbinsel ihre interessanten Spuren hinterlassen. Spanien hat seinen Besuchern auf jeden Fall viel zu bieten. Gerne wieder.

 

 

 

 

   

Fischland – Darß – Zingst – Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

   

Reise vom 22.09. – 08.10.2025

 

Stationen in Berlin, Zingst, Schaprode – Insel Hiddensee, Röbel und nochmal Berlin

Fischland-Darß-Zingst und Insel Hiddensee

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft – Detailkarte:

Nach einem Zwischenstopp in Berlin bei meiner Schwester Renate landeten wir auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in dem Ort Zingst auf dem Campingplatz Düne 6. Quartier für eine Woche. In Schaprode auf der Insel Rügen verbrachten wir zwei weitere Nächte und fuhren für einen Tagesausflug mit einem Schiff auf die Insel Hiddensee. Auf der Rückfahrt nach Berlin nahmen wir im Hafen von Röbel (Müritz) einen Stellplatz für eine Nacht. In Berlin blieben wir dann noch bis Mittwoch bei Renate für ein Fotoprojekt, für zwei interessante Besuche im Berliner Ensemble (Die 3 Groschenoper, De Profundis mit Jens Harzer) für einen Besuch bei Sabine Zimmer (Pink Pasta – Rote Beete Pesto) und um Volker zu treffen, der am Dienstag noch dazu kam.

Ende September / Anfang Oktober können in McPomm unzählige Kraniche auf ihrer jährlichen Migration von Skandinavien in den warmen Süden in Frankreich oder Spanien (Extremadura) beobachtet werden. Schon während der Fahrt in den Norden sahen wir neben der Autobahn bei Linum, bei Röbel und auf Rügen Graukraniche. Also weit verstreut in einem großen Gebiet.

Tagsüber können die grauen Vögel auf den Feldern im Hinterland der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bei der Suche nach Futter, beim Putzen des Gefieders, beim Spielen, Streiten, Tanzen und beim Trompeten beobachtet werden. Bei Sonnenaufgang verlassen sie ihre sicheren Schlafplätze in großen Gruppen bei Pramort und kehren bei Sonnenuntergang wieder dorthin zurück. Zum Leidwesen des Fotografen ist dann nur noch wenig Licht vorhanden. Deswegen muß die ISO Zahl (Auflösung) immer weiter hoch geschraubt werden, was die Bildqualität beeinträchtigt (Rauschen). In der freien Natur fordert außerdem tagsüber die Fluchtdistanz der Vögel und der Sonnenstand (Gegenlicht) die Fotografen heraus. 

Ein empfehlenswerter, sehr guter Beobachtungsort ist das Kranorama bei Günz, welches während der Migrationszeit geöffnet ist. Daneben wurde das NABU Erlebniszentrum Kranichwelten in 2025 neu eingerichtet. Diese Ausstellung über das Leben der Kraniche  ist das ganze Jahr geöffnet.

Auf den nahen Wiesen vor dem zweistöckigen Kranorama wird Futter (Mais / Weizen) ausgestreut um die Tiere von der Futtersuche auf den Feldern abzulenken (Ablenkfütterung). Das lockt die Graukraniche und Gänse an und schont die Felder der Bauern. Mit Spektiven oder Teleobjektiven gelingt die Beobachtung hier recht zuverlässig und sehr gut. Die Jungvögel erkennt man an ihrem bräunlichen Gefieder. Die haben aber schon annähernd die gleiche Größe wie die erwachsenen Vögel mit ihrem grauen Gefieder und roten Hinterkopf. Erstaunlich, dass sie nach wenigen Lebensmonaten schon den Weg ins Winterquartier angehen können. Zwei beringte Graukraniche konnte ich erkennen, einer wurde in Polen beringt, ein anderer in Schweden. Auf den Wiesen herrscht ein stetiges Landen und Starten. Ein Reh tritt auf die Bühne, evtl. verursacht es einen Massenstart von Graugänsen.

Fotos – Kranorama

Die Meiningenbrücke auf dem Weg von oder nach Zingst ist zumindest in den Abendstunden ein lohnender Beobachtungsort. Hier fliegen die Graukraniche in großen Scharen und in geringer Höhe über die Brücke und manche Tiere legen eine Verschnaufpause in den nahen, seichten Boddengewässern ein.

Manche Vogelschwärme sind so groß, dass man alle Gruppenmitglieder nicht auf einmal mit der Digitalkamera erfassen kann. Mit der Kamera meines Smartphones konnte ich hier die Überflieger in ihrer typischen V-Formation filmen und dadurch auch den Klang ihrer Trompeten aufnehmen. 

Fotos – Zingst-Meiningenbruecke

Am westlichen Ortsrand von Zingst, am Barther Bodden, gibt es eine Aussichtsplattform auf die Insel Grosse Kirr. Von dort aus lässt sich der abendliche Kranicheinflug mit entsprechenden optischen Geräten verfolgen. Z.B. mit Ferngläsern kann beobachtet werden, wie die Luftakrobaten mit ausgeklapptem Fahrgestell landen und wenig später weiterfliegen zum Schlafplatz Pramort. Ranger unterstützen die Besucher und beantworten Fragen. 

Fotos – Grosse Kirr

Die Beobachtung des Einflugs auf die Grosse Kirr von einem Ausflugsschiff ist ab Hafen Zingst möglich, aber nicht erforderlich. Das Geld kann eher in ein oder besser zwei lecker Fischbrötchen investiert werden.

Die Beobachtungshütte am Pramort ist tagsüber frei zugänglich bis 15 Uhr. Dort konnten wir Dachshunde beobachten, die auf herabfallendes Obst warteten. Zur Zeit der Kranichmigration ist die Hütte abends nur für 60 Personen freigegeben, kostet einen kleinen Beitrag und liegt ca. 15 km östlich von Zingst. Da es abends nach dem Einflug der Kraniche schon recht dunkel ist, kam diese Option für mich nicht in Frage. In der Dunkelheit kann ich nicht mit dem Rad fahren. Mir fehlt dann der Boden unter den Reifen.

Alternativ gibt es in Zingst das Angebot in die Nähe von Pramort mit dem Ausflugsschiff namens Seestern zu fahren. Das haben wir in Anspruch genommen und in der Dämmerung den Einflug der Vögel des Glücks, z.B. mit dem Mond im Hintergrund, beobachten können.

Leider darf das Schiff in den flachen Boddengewässern nur vorgegebene Routen fahren und auch nicht in die Nähe zu den Schlafplätzen der Kraniche. Ist auch gut so. Das Rotwild und die Wasserbüffel am Pramort können mit bloßem Auge kaum erkannt werden.

Fotos – Pramort

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst lässt es sich locker mit dem Fahrrad fahren. Auf den ebenen Radwegen am Deich entlang oder am Rande der Boddengewässer. Jedoch nur solange der Wind von Hinten kommt. Wehe er kommt von Vorne. Radtouren führten uns bis zum Pramort, ein andermal über den Leuchtturm am Darß zum Künstlerort Ahrenshoop und zurück nach Zingst.

Einmal umrundete ich den Saaler Bodden und den Bodstedter Bodden mit meinem Ridley Crossbike – 86km kamen da zusammen. Dabei konnte ich in den eher kleinen Ortschaften schöne, reetgedeckte Häuschen entdecken oder sogenannte Zeesboote in den kleinen Häfen die für die Boddengewässer tauglich sind. Die Villa Himmelblau steht in Prerow.

Auf der Hin- und Rückfahrt mit dem WoMo nach bzw. von Schaprode konnten wir neben der Straße größere Kranichansammlungen beobachten. Das sind eher zufällige Begegnungen, werden aber dankend angenommen. 

Die Insel Hiddensee darf von Touristen nicht mit PKWs besucht werden. Per Schiff geht es ab Schaprode über die Boddengewässer auf vorgegebenen Routen auf die Insel. Fahrräder dürfen hingegen mitgenommen werden. Die Strecke bis zum Leuchtturm Dornbusch beträgt ab Hafen Neuendorf ca. 12km.

Vitte scheint der Hauptort auf der Insel Hiddensee zu sein. Gäste ohne Fahrrad werden mit Pferdekutschen transportiert oder gehen zu Fuß. Gepäck wird in kleinen, unzähligen, am Hafen geparkten Handschubkarren, die mit dem Hotelnamen gekennzeichnet sind, transportiert.  Familien können Ferienhäuschen mieten. Oben vom Leuchtturm herunter bietet sich ein Rundblick bis nach Dänemark zu den Kreideklippen bei Möns Klint. Sabine wagt einen Blick in das Künstlerhaus „Blaue Scheune“ in Vitte. Das Sommerhaus des Schriftstellers Gerhard Hauptmann steht in Kloster. Der Buchladen davor verkauft allerhand diverse Literatur.

Fotos – Schaprode – Hiddensee

Schließlich gibt es in Röbel an der Müritz noch die Möglichkeit die Kraniche beim abendlichen Anflug auf den Schlafplatz am Großen Schwerin mit Steinhorn zu beobachten. Am späten Nachmittag konnte beobachtet werden wie ein angreifender Seeadler die anwesenden Gänse auf dem Großen Schwerin in Aufregung brachte. Die Gänse flüchteten schnatternd vor der fliegenden Schranktür. Trotz mehrerer Angriffsversuche hatte der Seeadler in der großen Gänseschar keinen Erfolg. Möglicherweise ist er für solche Jagden zu groß und schwerfällig.

Sowohl von Land aus als auch auf Ausflugsschiffen ab Röbel oder Waren können hier die Graukraniche gesehen werden. Morgens gelingt die Beobachtung der Kraniche beim Start in ihren Tag mit der aufgehenden Sonne im Hintergrund. An diesem Morgen liegt Nebel über der Müritz, da die Lufttemperatur nur 2-3° C beträgt und das Wasser der Müritz deutlich wärmer ist. Angler im Nebel.

Fotos – Roebel-Mueritz

Kranichberingung

Beringung – Kraniche

Vor dem Kranorama konnten zwei beringte Kraniche gesichtet werden. Das Foto zeigt ein Beispiel mit der Markierung 3 mal rot am linken Bein – steht für Schweden oder Norwegen. Ein anderer trug 3 grüne Ringe – steht für Polen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elsass – Vogesen – 2025

    

Reise vom 10.08. – 24.08.2025

Stationen in Saverne, Rhein-Marne Kanal, Alberschviller, Donon, Rocher de Dabo, St. Die de Vosges, Route de Cretes, Munster, Mittlach le Haut.

Auf dem Rhein-Marne Kanal fahren Touristenboote in einem entschleunigenden Tempo auf dem Kanal entlang. In den Schleusen gibt es Abwechslung. Ein Radweg führt von Straßburg bis zum Schiffshebewerk in Saint-Louis / Arzviller entlang des Kanals. Ein Stück weit auch noch am alten Kanal entlang durch das Vallee des Ecluses mit seinen 17 ehemaligen Schleusen. Am Kanal folgen dann noch zwei Tunnels für Schiffe in Richtung Sarrebourg.

Schleuse am Rhein-Marne Kanal

Das Schiffshebewerk umgeht eine ehemalige relativ kurze Kanalstrecke mit 17 Schleusen. An der alten Strecke breitet sich maroder Charme aus. Manche ehemaligen Schleusenwärter Häuschen sind bewohnt.

Eine Radtour führt zum Rocher de Dabo und über den Col du Valsberg zurück nach Saverne. 

Blick auf Dabo 

Abreschviller

Kleiner Campingplatz mit daneben liegendem Badesee. Die rote Saar fließt mit kühlem Nass dazwischen durch. Das lautstarke Zischen, Pfeifen und Wummern der Motoren am Bahnhof kann nicht überhört werden … 

Train Forestier d’Abreschviller – die Eisenbahn wurde ehemals in einem weit verzweigten Netz zum Transport des abgebauten Holzes und der Waldarbeiter eingesetzt.

Ein Zug mit Diesellok befördert heute Touristen von Abreschviller zur Station „Grand Soldat“ (Sägewerk) und retour 

Eine Dampflokomotive (gebaut in Heilbronn) kommt ebenfalls zum Einsatz – deren Betrieb ist allerdings aufwendiger als der Betrieb der Diesellok. Tolle Sache.

Radtour zum Berg Donon – dort steht ein kleiner Tempel der einmal ein Museum war. Schöne Aussicht bei bestem Wetter.

Vogesen – Route des Crêtes

Morgennebel zieht aus dem Vallée de la Grand Fecht über den Col du Hahnenbrunnen und löst sich anschließend in der warmen Luft.

In der klaren Luft der Höhenlagen in den Vogesen können bilderbuchartige Sonnenaufgänge und -untergänge beobachtet werden. Teils auch direkt aus dem WoMo heraus – Ort?  Geheim.

Französiche Sprache (als Beispiel)

Wenn Kinder sprechen lernen, dann versuchen Sie ihre Muttersprache nachzusprechen.  Es dauert anfangs eine Weile bis das Gehirn entsprechend programmiert ist. Lesen und Schreiben lernen Kinder in der Regel ab der Grundschule. Dann dauert es wiederum eine Weile bis sie auch das intus haben.

Je öfter ich nun in Frankreich und dort von der französichen Sprache umgeben bin, desto besser komme ich mit der Sprache zurecht. Manchmal schnappe ich eine neue Redewendung auf (z.B.: Je vous en pris) oder höre wie die Menschen im Alltag miteinander in Kurzform sprechen (bon aprem – statt bon apres midi).

Der Schulunterricht für Fremdsprachen ist in der Schule eventuell zu sehr auf Schreiben, Lesen und Grammatik  ausgerichtet. Vielleicht sollte in den Schulen ebenfalls zunächst viel mehr gesprochen werden als die Schüler auf das Glatteis der Rechtschreibung bzw. Grammatik zu führen und sie dort ausrutschen zu lassen.

 

Bad Schussenried – Uffrur – 2025

Besuch der Ausstellung Uffrur im Kloster Bad Schussenried und Radtour nach Friedrichshafen – 28.07. – 31.07.2025

Ausstellung Uffrur in Bad Schussenried zum Bauernkrieg um 1525.

Bundschuh – Schuhe aus Leder

 

Erstaunlich wie um 1525 Personen detailgetreu gemalt werden konnten. Fotoapparate gab es ja noch nicht.

Wie viele digitale Fotos werden heutzutage jeden Tag neu erstellt und in Umlauf gebraucht?

 

In den Ausstellungen zum Bauernkrieg in Bad Schussenried und in Memmingen erzählen KI-generierte Figuren von der Zeit um 1525.

 

Radtour von Bad Schussenried nach Friedrichshafen am Bodensee. Es ist kühles, ungemütliches Schauerwetter. In Ravensburg findet das Rutenfest statt.

Besuchstipp Dornier Museum

Autofähre nach Romanshorn

Zeppelin Fontäne bei Friedrichshafen

Rutenfest in Ravensburg – Trommler gehen durch die Stadt

 

 

Ulm – Fischerstechen, Schwörwoche und Nabada 2025

Ulm / Neu-Ulm / Memmingen 17.06. – 23.06.2025

Beim Fischerstechen auf der Donau geht es zur Sache …

Mehrere bekannte Figuren der Ulmer Stadtgeschichte treten beim Stechen auf der Donau auf sogenannten Zille Booten stehend mit Lanzen bewaffnet gegeneinander an.

Die Figur – König von Bayern – auf den Fotos im blauen Rock – ging als Sieger des Fischerstechens in 2025 hervor.

Die Rede zum Schwörmontag wurde von Ulms OB Martin Ansbacher wegen Regen im Ulmer Münster vorgetragen. Während des Schwurs läuten die Glocken des Ulmer Münster:

Schwur aus dem Schwörbrief von 1345

„Reichen und Armen
ein gemeiner Mann zu sein
in den gleichen, gemeinsamen und redlichen Dingen
ohne allen Vorbehalt.“

Nabada am Schwörmontag – mit Motivflößen, Musikkapellen auf schaukelnden Booten und unzähligen Gummibooten und Wasserschlachten.

Der Wohnmobilstellplatz neben dem Donaubad in Neu-Ulm weist ca. 100 Plätze auf und in die Stadt ist es mit dem Fahrrad ein relativ kurzer Weg.

Reste der ehemaligen Bundesfestung Ulm sind im Stadtgebiet präsent und können teilweise besichtigt werden (Wilhelmsburg)

Memmingen

Ausstellung zum Bauernkrieg um 1525 – Eintritt?  Frei !

In der Ausstellung in Memmingen ist die Situation der Bauern (Leibeigenschaft, Abgaben, Arbeitsdienst, Ernährung, Kinder) eher hervorgehoben dargestellt als in Bad Schussenried, wo mehr auf die gesamte Entwicklung des Bauernkrieges und dessen Niederschlagung eingegangen wird. 

 

Blaubeuren

Radtour durch das Blautal nach Blaubeuren zum Blautopf, der mit seinen Farben besticht.

Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers.

Die blaue Farbe entsteht durch einen physikalischen Effekt der Lichtstreuung (so genannte Rayleigh-Streuung) an den nanoskaligen Kalkpartikeln, die im Wasser dispergiert sind.

Bad Wurzach / Tannheimer Tal- 2025

Tannheimer Tal mit Station in Bad Wurzach – 21.06. – 26.06.2025

Bad Wurzach

Treppenhaus im Schloss von Bad Wurzach

Blumenwiese am Radweg um das Wurzacher Ried

Tannheimer Tal

Wanderung mit Reiner zum Berg Ponten – Rast an der Schutzhütte Zierleseck mit Blick zum Gaishorn. Tolle Aussichten heroben.

Abkühlung im Vilsalpsee und im Haldensee

Spiegelung im Vilsalpsee 

Wanderung mit neuen Wanderschuhen zum Einstein Gipfel. Schuhtest bestanden.

Aus dem Gipfelbuch:

Wenn die Wurst so dick wie’s Brot ist, ist es Wurst wie dick das Brot ist.

Moselradweg Metz bis Koblenz – 2025

Von Metz nach Koblenz  – 21.05. – 01.06.2025

Metz war in der Zeit von 1871 bis 1918 zugehörig zum Deutschen Kaiserreich. Während dieser Phase wurde z.B. der Bahnhof im wilhelminischen Stil erbaut. Der Marché Couvert ist neben der Cathédrale Saint-Etienne zu finden. Da drinnen gibt’s leckere Sachen … 

Metz – Temple Neuf bei Nacht

Metz – Cathédrale Saint-Etienne

In Metz gibt es außerdem die Boulangerie M&M Dudot in der Rue de Ladoucette – auf keinen Fall vorbeigehen ….

Trier

Konstantin Basilika Besuch des Museum Karl Marx Haus

Never ending story …?

Stella Noviomagi – Neumagen-Dhron – Nachbau eines römischen Handelsschiffs, das auch als Kriegsschiff eingesetzt werden konnte. Siehe Rammkeil am Bug.

Von Prinzessinnen und Königinnen ….

Bullay – Doppelstockbrücke – Oben Eisenbahn, unten KFZ-Verkehr

Hallo Platten … zum Glück sind wir ohne durchgekommen.

Am Ziel – Deutsches Eck in Koblenz – wir sind nicht alleine in der Stadt … nix wie weg hier. An dem verlängerten Wochenende Ende Mai scheinen alle Camping- oder Wohnmobilstellplätze entlang der Mosel voll zu sein. 

25 Jahre Radsport

Radsport von 1997 – 2022.

25 Jahre ist es her seit der ersten dokumentierten Teilnahme an einer Radsportveranstaltung – Alb-Extrem 1997 – 210km / 3400 hm – mit einem Trecking Rad. Das Rad war bzw. ist mit ca. 16kg eigentlich viel zu schwer für solche Unternehmungen. Trotz Reifenpanne erreichte ich das Ziel. Mit dem gleichen Rad ging es 3 Monate später, im September, nach Alpirsbach zum Schwarzwälder Ultra Radmarathon – Gerd Marquardt fuhr ebenso mit.

Schwarzwälder Ultra Radmarathon 1997 – Bei der Auffahrt zum Kandel mit dem Trecking Rad von Atala – lange Radhosen und Anorak – lilafarbener Helm passend zur Radfarbe – geht’s noch? Links im Bild hinter mir fährt ein Krankenwagen – er kam nicht vorbei.

Angefangen habe ich das Radfahren in größerem Umfang also 1997. Davor waren wir Singvögel gerne mit den Kindern im Altmühltal – Treuchtlingen bzw. Dollnstein. Im flachen Altmühltal waren wir tagsüber auch mal mit dem Rad unterwegs. Ich kann mich daran erinnern, dass ich dort abends die eine oder andere Runde mit dem Rad unterwegs war und mir in der ruhigen Zeit den Wind um die Ohren sausen ließ.

Matthias Engelfried hat mir 1997 von dem Radmarathon Alb-Extrem erzählt. Bei der Veranstaltung war er schon dabei gewesen. Dann hab ich von der Radsportgruppe in der Fa. TRUMPF erfahren und mich der Gruppe angeschlossen, um bei Alb Extrem dabei zu sein. Seit 1997 nahm ich regelmäßig teil – immer am letzten Sonntag im Juni – es sei denn es gab parallele Veranstaltungen wie den Maratona Dles Dolomites oder gar die Tour Transalp. 

 

Alb Extrem 2008

Nach dem Radsport Marathon Auftakt in 1997 ging es 1998 zum Ötztaler Radmarathon mit Alexander Heinrich und Thomas Bürkle. Die ersten Alpenpässe wurden überquert – u.a. das Timmelsjoch auf über 2500m. Bei der Abfahrt nach Sölden war es jedenfalls saukalt, weil wir spät dran waren.

 Im August 2000 war ich mit Triathleten vom TSV Schmiden in Schötz / Schweiz zum ersten Mal bei einem 24 Stunden Rennen dabei. 3 Fahrer, die sich abwechseln durften, bildeten eine Mannschaft. Tag und Nacht – es gab nur wenig Schlaf. 879,78km war unser Ergebnis. 2001 fiel Jörg als Mitstreiter aus, 2002 waren wir wieder ein Dreierteam – Alex, Jörg und ich – mit 1002,54km wurde die 1000er Marke geknackt. Jörg sei Dank. 

In 2003 erzielte ich bei Alb-Extrem 280 km und 4400 hm. Anschließend im August nahm ich als Einzelstarter an dem 24 Stundenrennen in Schötz teil. Robert Köber war ebenfalls erfolgreich am Start. Tagsüber war es außergewöhnlich warm. Für die Radfahrer wurde extra eine Durchfahrdusche installiert um ein wenig Kühlung zu spendieren. In den 24 Stunden konnte ich inklusive einer ausgedehnten Mittagspause eine Strecke von 716,1km abspulen. Das macht man einmal im Leben. Danach brauchte ich ein paar Tage zur Erholung. In meinem Händen hatte ich nach dem Rennen kaum noch Kraft um eine kleine Schraube an einem Elektrostecker zu bewegen. 

Hanna, Lisa und ich mit Robert und Ramona / Schötz 2003

 

Lisa, Hannah und Flo – Sabine erstellte das Foto

Lisa, Hannah, Sabine und Flo – meine treuen Fans und Helfer – an der Strecke während des 24 Stunden Rennens – brauchen Schatten und Kühlung.

Die einwöchige Tour TransAlp von Oberammergau nach Riva del Garda war in 2006 ein sehr intensives und erlebnisreiches Etappenrennen. 831km, 21032hm und 23 Alpenpässe u.a. das Timmelsjoch, Jaufenpass, Passo San Pellegrino waren zu befahren. Zusammen mit Jörg Kreikenbohm in einem Zweierteam erreichten wir unter der Startkategorie Männer1 (Durchschnittsalter über 40 Jahre) Platz 19 von 202 Teams. In der Gesamtwertung Rang 61 von über 500 Teams. 

 

Finisher – Mit Jörg am Ziel in Riva del Garda 2006

Die Vorbereitung auf die Tour Transalp fand in Südtirol von Leifers aus statt. Das Basislager zur Erfahrung / Kennenlernen der Strecke durch die Dolomiten. Seit 2006 waren Sabine und ich um Ostern oder auch in den Sommermonaten immer wieder auf dem Campingpark Steiner zur Erkundung der Region. 2023 ist schon gebucht. Die Radwege in Südtirol sind weitgehend getrennt von den Autostraßen angelegt und führen zum Teil auf stillgelegten Eisenbahnstrecken mit Tunnels. Fährt man z.B. von Leifers nach Brixen auf der Radroute durch Bozen hindurch, so gibt es nur 2 Ampelkreuzungen mit dem Strassenverkehr. Den nahe gelegenen Mendelpass fahre ich gerne hoch. Super Sache. 

Roses / Katalonien / Spanien war zusammen mit den Triathleten eine gewisse Zeit lang Trainingsregion. Allerdings ist das mit dem Wohnwagen recht weit zu fahren. Ein weiteres Terrain für mein Radsport Training im fortgeschrittenen Frühjahr sind die Vogesen. Dort gibt es wohlklingende Herausfordeungen wie Petit Ballon, Grand Ballon, Ballon D’Alsace, Col de Bramont, Le Markstein um nur ein paar zu nennen. Der Lac de Gerardmer ist ein Anziehungspunkt und in der Rheinebene die Stadt Colmar.

Mit der Triathlon Gruppe des TSV Schmiden durfte ich im Sommer 2002 auf der Route des Grandes Alpes mitfahren – von Martigny bis nach Nizza über bekannte französische Alpenpässe, wie den Col d’Iseran, Col du Galibier, Col de la Bonette (2715m) und auch hinauf nach Alpe d’Huez. Eine weitere Tour führte in 2002 ab Fellbach über das Tannheimer Tal in die Dolomiten und über die Großklockner Hochalpenstrasse nach Zell am See. Das sind bleibende Erlebnisse.

Triathlon-Routes des Grandes Alpes am Ziel in Nizza – 2002

In Südfrankreich stellt der Mont Ventoux eine Herausforderung für Radsportler dar. Mit Jörg fuhr ich dort einmal hinauf. Bei einem zweiten Besuch fuhr ich an einem Tag zweimal hinauf, einmal von Malaucène und einmal von Bedoin aus.

Auf dem Mont Ventoux 2004

 

Kleiner Scherz am Rande – 2004

In den Pyrenäen befuhr ich die von der Tour de France her bekannten Passstrassen Tourmalet, Col d’Aspin (an einem Tag hin und zurück) und den Col de Peyresourde.  

Auf dem Tourmalet –> „beschwerlicher Weg“

Schließlich ist noch die Toskana als Trainingsregion zu erwähnen. Zum einen gibt es dort viele sanfte Hügel (Crete Senesi) und eingebettete Strecken aber auch den erloschenen Vulkan – Monte Amiata unweit von Montepulciano.

Auf Mallorca war ich zweimal in einem Frühjahrstrainingslager – einmal mit Alex und einmal mit Sabine. Mit Renn- und Bikesport Axel Schäfer – rubs, wo wir auch einige Fahrräder bezogen haben – fanden die Aufenthalte statt . Auf Malle nahmen nicht nur Hobbyradler wie ich an den Trainingsrunden teil, so dass ich bergauf gerne mal das fine gara darstellte. 

Mit Axel auf Malle   

Nach der Tour Transalp in 2006 habe ich mich in der Fa. TRUMPF als Spartenleiter Radsport engagiert – bis 2019. Zusammen mit Lorenz Datz, der sich um das Training kümmerte, stand bei mir die Mitarbeit bei der Organisation von Teilnahmen an Radsport Veranstaltungen im Vordergrund. Auf Anregung von Björn Volz wurde ein Arbeitskreis installiert, aus dem letztlich das TRUMPF Bikeleasing hervorging. Mit Kollegen und der Unterstützung der Firma konnten neben 3 mehrtägige Ausflügen nach Südtirol und ins Elsass / Vogesen auch mehrere Tagesausflüge organisiert und durchgeführt werden.

TRUMPF Dolomitentour 2017

Wenn möglich bestreite ich die Fahrt nach Ditzingen zur Arbeit mit dem Fahrrad. Einfache Strecke ca. 20km. Zur Zeit zwar nur noch einmal die Woche (Homeoffice, es gab aber auch Zeiten in denen ich 5 mal die Woche mit dem Rad fuhr.

An einem Tag im Juli 2000 hatte ich einen Wegeunfall mit dem Rad von der Arbeit nach Hause an der Schleuse in Hofen. Ein Jogger kam mir in einer Kurve auf meiner Fahrspur entgegen. Ich bremste mit der Vorderbremse und fiel mit der rechten Schulter auf den Boden. Diagnose AC-Gelenk Sprengung – großes Aua.

Meine Fahrradflotte umfasst mittlerweile immer noch das magentafarbene Trecking Rad von Atala, ein schwarzes Crossbike von Ridley, ein schwarz/weißes Carbon Rennrad – Pavo III von Simplon – , ein graues MTB von Votec, ein schwarz/weißes Pedelec von Simplom – Silk Carbon-  und seit 2021 ein Lastenfahrrad von Cube – praktisch zum Einkaufen und Ausflüge mit den Enkeln. So oft wie möglich benutze ich eines dieser Räder und lasse dafür das Auto gerne stehen. Über den Winter reite ich auch gerne mal das ergo_bike 4004 in meinem Zimmer für eine bis eineinhalb Stunden. Das Gerät hat mittlerweile ca. 20.000km aushalten müssen. 

Zusammen mit Sabine führten uns Radreisen mit den Treckingrädern an der Donau entlang, von Berlin nach Kopenhagen, in England auf dem Way of Roses von Ost nach West, in den Südwesten von Irland und gerne auch mal nach Ostdeutschland. Das sind schöne Entdeckertouren. Sabine fuhr auch beim Dolomitenmarathon mit.

Mit Sabine an der Donau 

Beim Bodenseemarathon begleitete mich einmal Lisa ebenso wie beim Charity Bike Cup. Zusammen waren wir mal ein paar Tage in Südtirol, wo sie die Auffahrt zum Mendelpass auf 1365m bewältigt hat. Chapeau.

Bodensee Radmarathon 2013 mit Lisa – 154,6 km steht auf dem Tacho

   

Nach den Corona bedingten Ausfällen von Alb-Extrem habe ich mich für 2023 wieder für den letzten Sonntag im Juni angemeldet. Nach dem Motto – Ohne Ziel trifft man nicht – versuche ich darauf zu trainieren. Man sieht sich …. „Where the streets have no name“ …. ( frei nach U2 )… Musik zum Anheizen. Für den Sommer beabsichtige ich mit Sabine eine Radreise irgendwo in Frankreich. Wie in den vergangenen Jahren mit Radsport und Sightseeing gemeinsam was erleben.

 

Zur Radsport Dokumentation

Über den Link kann ein Teil der gesammelten Urkunden angeschaut werden.

Ein treffender musikalischer Beitrag von Max Raabe zum Thema Fahrrad fahr’n.

Max Raabe – Fahrrad fahrn

England – Way of the roses

Way of the roses – von Morecambe an der Westküste in England zur Ostküste nach Bridlington. Lange ist es her, dass es zwischen den weißen Rosen in Yorkshire und den roten Rosen in Lancastershire Unstimmigkeiten gab. Daher der Name des Radwegs. Nicht weil am Weg besonders viele Rosen blühen. Immerhin sind die Radweghinweise mit den roten und weißen Rosen versehen.

Way of the roses

Wir fuhren den Weg falsch herum – also von Ost nach West – bedeutet Gegenwind. Allerdings geringere Steigungen in den Yorkshire Dales, was aber bei Steigungen zwischen 16% und 20% ziemlich egal ist. Mit Gepäck war das ohne E-Motor nicht zu schaffen. Also schieben und schwitzen – bei hohen Temperaturen und doch kühlem Wind.

Unweit von Bridlington an der Ostküste befinden sich die Bempton Cliffs. Dort können mehrere Vogelarten beobachtet werden, hauptsächlich Baßtölpel (engl. Gannet) und Papageientaucher (engl. Puffins). In der Region sollen sich im Sommer zwischen 250.000 und 500.000 Vögel aufhalten.  Viele jedenfalls.

Bempton Cliffs

Nächste Station war York wo das beeindruckende National Railway Museum besucht werden kann. Die sehenswerte Altstadt mit dem Minster wird von vielen Besuchern frequentiert. Ein Rundgang auf der weitgehend erhaltenen Stadtmauer ist möglich. 

York

Die Yorkshire Dales Landschaft ist relativ baumlos und von Steinreihen als Feldbegrenzungen durchzogen. Beim Anblick der vielen Schafe stellt sich die Frage, ob es in England mehr Schafe oder Menschen gibt. Unter der Erde befinden sich einige Höhlen und der Ort Settle ist ein geeigneter Ort als Basislager für Wanderungen / Ausflüge.

Nach der Ankunft in Morecambe an der Westküste ging es tags darauf mit der Eisenbahn und den Fahrrädern nach Edinburgh in Schottland. Leider hab ich mir  unterwegs eine Covid-19 Infektion eingefangen und lag montags flach. Bei Sabine fing das Elend zwei Tage später an. Die Erkrankung bedeutete, dass wir Radfahren vergessen konnten. Bezüglich Covid-19 gab es in England keinerlei Einschränkungen im öffentlichen Leben. In Edinburgh konnte ich noch das National Museum of Scotland besuchen, Sabine eine Performance zu van Gogh. Die Royal Mile ist auch wegen der Dudelsackspieler eine anziehende Touristenattraktion.

Edinburgh

Unsere Rückreise nach Kingston upon Hull zur Fähre führte wieder über York mit der Eisenbahn. In Kingston upon Hull ist das Aquarium namens The Deep sehenswert

Kingston upon Hull

Die Fahrten mit der Eisenbahn und Fahrradmitnahme sind in so weit spannend, da es in England verschiedene, größere Eisenbahngesellschaften für die Fern- und Nahverbindungen gibt und jede Bahn etwas anders organisiert ist. Der Nahverkehr ist dabei unkompliziert. Bei Fernverkehr ist Fahrradreservierung Pflicht. 

Passau – Wien an der Donau

Am Passauer Dom begannen wir im September 2021 unsere Radfahrt auf dem 330km langen Donauradweg nach Wien. An der sogenannten Schlögener Schlinge bildet die Donau eine sehenswerte S-Form.  In Linz sind an der Donau das Ars Electronica Center und das Lentos Kunstmuseum nachts bunt beleuchtet. In Melk verweilten wir an einem Vormittag im Benediktinerstift zu einer Führung und besuchten den zugehörigen Garten. Das schneckenförmige Treppenhaus zwischen Bibliothek und Kirche ist für Fotografen ein must have, obwohl in den Gebäuden offiziell Fotographieverbot angesagt ist. Das Ensemle wurde durch eine Stiftung begonnen und im Mittelalter durch ein System der Leibeigenschaft am Leben erhalten. Heute zahlen die Touris. In der Wachau hängen zu der Zeit reife Äpfel an den Bäumen. In Tulln begegnet man am Radweg dem Nibelungendenkmal und dem Schiff namens Regentag von Friedensreich Hundertwasser im Hafen. In Wien am Stephansdom angekommen fühlt sich die große Menschenmenge auf dem Platz herum eher befremdlich an, sodass wir gleich wieder zurück zur Natur wollen. 

In Wien fallen uns in den Nebenstraßen die Tempo 30 Zonen auf. Radwege gibt es ebenfalls, sodass man nicht mit dem KFZ Verkehr mitrollen muß. Im Vergleich zu Kopenhagen besteht hinsichtlich Radinfrastruktur allerdings ein gap. Die vielen Denkmäler fallen genauso auf wie die Prachtbauten, Burgen und Schlösser für die recht üppige Eintrittsgelder verlangt werden.

Entlang des Donauradwegs gibt es wenige Brücken. Wo es Sinn macht werden auch Fähren eingesetzt, viele speziell für Radler. Don’t pay the ferryman …. Die Wege sind fast durchgehend gut asphaltiert ohne nennenswerte Steigungen. Der Begriff Treppelweg kommt daher, dass früher Pferdegespanne Lastenboote die Donau flußaufwärts geschleppt haben. Hat also nichts mit dem Fahrradtreppel zu tun…. Das Landschaftsbild ist abwechslungsreich. Mal ist das Tal eng, mal recht weit ausgedehnt.

Donaukreuzfahrtschiffe bringen ihre Passagiere von Passau bis nach Budapest. Tagsüber radeln die Touris an der Donau und nachts schippern sie schnarchend weiter. Wir haben unsere Übernachtungsunterkünfte von unterwegs aus gebucht als wir unser Tagesziel abschätzen konnten. Aufgrund des Angebots in der Nebensaison kein Problem.

Die beiden letzten Fotos entstanden in München an der Eisbachwelle.  Wir hatten in München zwei Stunden Aufenthalt wegen der Bahnverbindung. 

Fotos Donauradweg Passau – Wien

 

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